Tarte Tatin

Published : 07.05.2019 21:19:25
Categories : Alle unsere Rezepte , Herbst und Halloween , Kuchen und Desserts

Rezept PDF :o)

Coucou «Les Gourmands»!

Heute zeige ich euch ein neu interpretiertes Rezept einer Tarte Tatin.

Ultra leckeres Rezept für Jung und Alt.

Mini Tartes Tatin neu interpretiert als einzelne Portionen. Wenn ihr Karamell, Äpfel und Schlagsahne mögt… werdet ihr sie lieben!

Das Rezept ergibt 8 Tartes Tatin. Eine Tarte pro Person genügt.

Ihr solltet für diese kleinen Tartes Tatin 1h30-2h Zubereitungszeit und 3h-4h Einfrieren rechnen.

Wir beginnen mit dem Apfel-Tatin

Hier die notwendigen Zutaten:

6 mittelgrosse Äpfel Gala (900 g)

70 g Invertzucker

40 g Butter

5.5 g gemahlene Gelatine

135 g Zucker

60 g Vollrahm

Zuerst schält ihr 900 g Äpfel und schneidet sie in kleine, etwa 0.5 mm grosse Würfel. Achtet darauf, dass die Stückchen nicht grösser sind… Unsere Förmchen sind klein, grössere Würfel sähen daher nicht sehr hübsch aus.

Ich habe hier Gala Äpfel verwendet, denn mit ihrer guten Mischung aus Säure, Süsse und Biss ergeben sie den perfekten Apfel für unsere Tartes Tatin.

  

Gebt eure Äpfel in eine etwas höhere Pfanne und fügt 70 g Invertzucker sowie 40 g Butter hinzu.

Der Invertzucker verleiht unseren Äpfeln eine schöne Konsistenz.

Lasst die Mischung köcheln, bis eure Äpfel glasig werden. Das dauert etwa 15 bis 20 Minuten.

Rührt die Äpfel etwa alle 2 Minuten mit dem Teigschaber um, damit sie gleichmässig gedünstet werden.

Sind die Äpfel gar, nehmt ihr die Pfanne von der Herdplatte und stellt die Mischung zur Seite.

   

Wiegt 5.5 g gemahlene Gelatine mit der Löffelwaage ab, gebt sie in eine Glasschüssel und fügt 27 g kaltes Wasser hinzu.

Verrührt die beiden Zutaten kurz mit dem Löffel und stellt die Mischung zur Seite.

Ich bin ein Fan von gemahlener Gelatine, wenn ich solche Desserts mache! Ich finde, die Konsistenz am Ende ist besser, weniger elastisch und weicher. Man hat also nicht das Gefühl, Gel zu essen, sondern richtige Äpfel.

  

Jetzt erhitzt ihr 60 g Vollrahm bei 600 Watt für 30 Sekunden in der Mikrowelle.

Dann stellt ihr den heissen Rahm zur Seite. In der Zwischenzeit machen wir unser Karamell.

  

Jetzt machen wir unser Karamell. Keine Panik! Wenn ihr meine Anweisungen befolgt, gelingt es euch ganz bestimmt. :o)

Ihr braucht 135 g Zucker.

Nehmt einen grossen Topf (gross genug, um anschliessend eure Äpfel hinzuzufügen) und bedeckt den Boden mit Zucker. Nur eine dünne Schicht, wie auf meinem 1. Foto.

Schaltet den Herd auf höchste Stufe und lasst den Zucker schmelzen. Ohne umzurühren!

Ist der Zucker an einigen Stellen geschmolzen, geben wir noch ein wenig Zucker darüber. Nur ganz wenig!

  

Das führt ihr so fort. Lasst den Zucker schmelzen und fügt dann wieder etwas ungeschmolzenen Zucker hinzu…etc…

Wird der Zucker braun, hebt ihr den Topf hin und wieder hoch, damit das Karamell nicht anbrennt und der Zucker weiter schmilzt.

  

Das führt ihr so lange fort, bis der ganze Zucker geschmolzen ist.

Und hebt euren Topf ruhig so oft wie nötig hoch.

Tadaa, ein schönes goldbraunes Karamell! Das ist perfekt! Nehmt es von der Herdplatte.

  

Anschliessend giesst ihr die heisse Sahne über das Karamell und verrührt das Ganze mit dem Schneebesen. Da ihr die Sahne vorher erhitzt habt, vermeidet ihr eventuelle Spritzer.

 

Dann fügt ihr die Gelatine hinzu und vermischt alles erneut für einige Sekunden mit dem Schneebesen.

 

Gebt die Äpfel zu dem Karamell und vermengt das Ganze mit dem Teigschaber.

Dann lasst ihr die Äpfel bei mittlerer Hitze für etwa 5 bis 10 Minuten mit dem Karamell vollsaugen.

  

Ich habe für dieses Rezept die Form «Finger» verwendet, denn ich finde, sie hat etwas von einer einfachen und schlichten Eleganz.

Platziert die Silikonform auf einem Brett oder perforierten Blech, damit ihr sie leichter transportieren könnt, sobald sie gefüllt ist.

 

Füllt die Form mit Äpfeln und danach mit Karamell.

Mit diesem Rezept füllt ihr problemlos die 8 Vertiefungen der Form. Es bleiben sogar ein oder zwei Löffel für euch übrig. :o)

Ich persönlich fülle zuerst die Äpfel in meine Förmchen und dann das Karamell.

Dann stellt ihr die Form für mindestens 3h-4h in das Gefrierfach.

Ihr könnt eure kleinen Tartes selbstverständlich schon im Voraus zubereiten (maximal 3 Wochen vorher). Somit habt ihr ein fast fertiges Dessert für einen Geburtstag oder eine andere Feier.

 

Jetzt nehmen wir den Biskuit in Angriff!

Ich habe dieses Rezept von einem grossen französischen Pâtissier, von dem ich ein grosser Fan bin! MICHALAK!

Er nennt den Teig «la pâte à Roudoudou»! Er knackt, knuspert und ist so unglaublich gut!

Ihr benötigt dafür folgende Zutaten:

60 g Butter

50 g Rohrzucker

50 g gemahlene Mandeln

50 g Mehl

2 Prisen Salz

1 Limettenschale

16 g Waffelröllchen (Crêpes Dentelles bei Coop)

Das Rezept ist ultra einfach!

Zuerst gebt ihr 60 g Butter, 50 g Rohrzucker, 50 g gemahlene Mandeln, 50 g Weissmehl und 2 Prisen Salz in eine grosse Schüssel.

Dann reibt ihr die Schale einer Limette. Diese ist unerlässlich in diesem Rezept! Sie macht den grossen Unterschied! :o)

  

Vermengt die Zutaten mit der Hand. Das nennt sich «sabler la pâte». Durch das vorsichtige Vermengen mit der Hand wird unser Biskuit knusprig, wenn er gebacken ist.

Ist unser Teig schön gleichmässig, fügt ihr 16 g zerbröselte Crêpes Dentelles hinzu (etwa 4 crêpes). Ihr findet die Waffelröllchen bei Coop. Nehmt die der Marke Gavotte! Das sind die besten! :o)

Zerbröselt die Röllchen einfach mit euren Fingern.

   

Anschliessend vermischt ihr das Ganze mit dem Teigschaber, bis ein schöner gleichmässiger Teig entsteht.

Legt den Teig dann zwischen zwei Backpapiere und holt euch 5 mm dicke Teigstäbe.

  

Rollt den Teig 5 mm dick aus und gebt ihn für 10 Minuten in das Gefrierfach, damit ihr ihn danach leichter ausstechen könnt.

Währenddessen heizt ihr euren Backofen auf 170°C Umluft vor und stattet euch mit einem perforierten Backblech und einer perforierten Matte aus.

  

Ist euer Biskuit heruntergekühlt, stecht ihr ihn mit der Ausstechform aus, die bei dem Silikomart Set dabei ist.

Nun legt ihr eure Biskuits auf die perforierte Backmatte. Der Backvorgang verläuft wirklich optimaler, wenn ihr ein perforiertes Blech und eine perforierte Matte verwendet! Es gibt nichts besseres, um knusprige Biskuits herzustellen!

Um meine Biskuits aus der Ausstechform zu lösen, habe ich einen Löffelrücken zur Hilfe genommen. Passt auf, dass euer Biskuit nicht bricht.

Danach schiebt ihr eure Biskuits für etwa 15 Minuten in den auf 170°C Umluft vorgeheizten Backofen.

  

Fertig gebacken sind sie schön goldbraun. :o)

Lasst sie auf der Matte und dem Blech abkühlen. Anschliessend löst ihr sie mit einer Teigkarte, damit sie nicht brechen.

 

Holt eure Apfel-Tatins aus dem Gefrierfach und befreit sie aus den Förmchen. Ihr könnt ruhig an der Silikonform ziehen. Da kann nichts passieren. :o)

Dann legt ihr die Apfel-Tatins auf ein Brett.

  

Wir besprühen unsere Apfel-Tatins nun mit einer neutralen Glasur.

Dieses Spray ist magisch! Viel praktischer als eine traditionelle neutrale Glasur! Ihr sprüht einfach eine dünne Schutzschicht auf eure Entremets. Somit behalten sie ihren Glanz und werden nicht trüb.

Ihr könnt dieses Spray auch für frische Früchte zur Dekoration verwenden! Lange Rede, kurzer Sinn, ich bin begeistert!

Besprüht nun eure Apfel-Tatins! Achtet darauf, dass ihr sie von allen Seiten einsprüht. Ihr werdet sehen, dass eure Tatins plötzlich weiss werden! Das ist normal! Das kommt vom Einfrieren. Sobald unsere Tatins auftauen, entsteht eine hübsche und dünne Schicht aus transparenter Glasur. :o)

Anschliessend drapiert ihr die Tatins auf den Biskuits und gebt das Ganze in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit machen wir die Verzierung. :o)

  

Was die Verzierung angeht, gibt es nichts einfacheres. Wir dekorieren die kleinen Tartes lediglich mit etwas Schlagsahne.

Dafür benötigt ihr 100 g Vollrahm und 5 g Zucker.

Füllt die beiden Zutaten in einen Messbecher oder in eine hohe Schüssel und schlagt den Rahm zu Schlagsahne.

   

Jetzt braucht ihr einen 30 cm grossen Spritzbeutel und eine Spritztülle Nr. 104.

Schneidet die Spitze eures Spritzbeutels ab, befestigt eure Tülle daran und füllt den Beutel mit Schlagsahne.

Jetzt müsst ihr die Tartes Tatin nur noch verzieren! :o)

  

Hier ein kurzes Video, damit ihr seht, wie ich die kleinen Tartes Tatin dekoriere. :o)

Habt ihr sie verziert, stellt ihr sie zum Auftauen in den Kühlschrank. Rechnet etwa 2h-3h, bis sie vollständig aufgetaut sind.

Ihr könnt sie selbstverständlich am Vortag in den Kühlschrank stellen und sie dann am nächsten Tag essen.

Und hier das Endergebnis! :o)

En Guete mitenand! Bei uns haben diese hübschen Tartes Tatin nicht lange überlebt!

Schönen Sonntag!

Danke, dass ihr da seid und uns so zahlreich folgt.

Karin

  

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