Blätterteigschnitte

Published : 03.04.2019 15:29:35
Categories : Alle unsere Rezepte , Bäckerei , Sommer und Eiscreme

Rezept PDF :o)

Hey! Hallo, ihr Leckermäuler!

Heute Morgen verrate ich euch das Rezept für einen meiner Lieblingskuchen! Die Blätterteigschnitte.

Ich hätte da mal eine ganz wichtige Frage. Warum sagt man eigentlich Blätterteig? Sind da lauter Blätter drin oder wie… hm… die Frage des Tages… Lol!

Hier meine 100% hausgemachte Blätterteigschnitte, die ich auf Wunsch meines Sohnes gebacken habe, als er 10 Jahre alt wurde! :o)

 

Ich wollte meine Blätterteigschnitte wirklich von A bis Z selber machen. Also kam es nicht in Frage, schon fertigen Blätterteig zu verwenden. Selber gemacht schmeckt es einfach besser. :o) 

Mein Rezept ergibt eine rund 22x27cm grosse Blätterteigschnitte, also für 15-20 Personen. Wenn ihr eine kleinere Blätterteigschnitte machen wollt, müsst ihr natürlich kleinere Mengen nehmen.

Zunächst müsst ihr mein Rezept für umgekehrten Blätterteig befolgen, das ihr hier findet: Umgekehrter Blätterteig

Für dieses Rezept müsst ihr 1,5x das Rezept aus dem Blog machen.

  

Dieser Blätterteig lässt sich perfekt im Gefrierfach aufbewahren, also macht ruhig ein wenig mehr und friert hinterher den Rest ein. :o)

Euer Blätterteig ist nun fertig! Jetzt geht es los mit unserer Schnitte!

Bewaffnet euch mit einem grossen Wellholz, mindestens 2 perforierten Backblechen, 3mm dicken Leisten und Backpapier.

Schneidet euren Teig in 3 Teile zu rund 450-500g. So erhaltet ihr 3 Schichten Blätterteig.

Rollt zunächst euren Blätterteig auf 3mm Dicke aus. Ja, das ist Arbeit….

Der Teig wird sicher ein wenig über das Backpapier hinausragen. Schneidet den überschüssigen Teig ab und faltet ihn zusammen (keine Kugeln), um die Schichtung beizubehalten. Hier habe ich mit den Teigresten Schinkenhörnchen gemacht. :o)

Wenn ihr den Teig gut ausgerollt habt, zieht das obere Backpapier ab und stellt den Teig 15 Minuten lang in den Kühlschrank. So wird sich der Teig leicht zusammenziehen.

Heizt euren Ofen auf 180°C Umluft vor.

   

Dann schneidet ihr ein Rechteck, das auf euer perforiertes Backblech passt, also rund 25x35cm.

Legt den Teig dann auf ein perforiertes Backblech.

  

Legt dann ein neues Blatt Backpapier auf den Blätterteig und anschliessend ein perforiertes Blech auf das Backpapier.

Mit dieser Technik kann sich der Teig beim Backen gleichmässig entfalten. Ihr braucht daher unbedingt 2 perforierte Bleche, um eine Blätterteigschnitte zu backen.

Es ist wirklich wichtig, dass ihr euren Blätterteig auf einem perforierten und nicht auf einem normalen Blech backt… Der Backvorgang ist wirklich nicht derselbe. Ich habe es getestet und das Ergebnis war eindeutig… der Teig wird auf dem normalen Blech kaum gar, aber auf einem Rost und einem perforierten Blech wird er wirklich super!

Gebt also euren Blätterteig für rund 25-30 Minuten in den auf 180°C Umluft vorgeheizten Ofen.

  

Während der Teig im Ofen ist, bereitet ihr ein Sieb mit Puderzucker vor.

Nach 25 Minuten Backzeit nehmt ihr den Blätterteig aus dem Ofen. Jetzt hat er schon eine schöne Farbe.

Erhöht die Ofentemperatur nun auf 240°C, noch immer bei Umluft. 

Dann deckt ihr euren Blätterteig mit einer dünnen Schicht Puderzucker ab. Aber wirklich nur eine dünne Schicht… nicht zu viel!

Und gebt den Kuchen noch mal für 4-5 Minuten in den Ofen und werft ein Auge darauf.

Er verbrennt sehr schnell, also Achtung!

  

Tadam!

Euer Blätterteig hat jetzt eine schöne Farbe! Das ist sehr wichtig! Wenn er nicht richtig durch ist, wird er nicht knusprig. Blätterteig muss immer gut braun sein.

Glättet euren Blätterteig mit einem Messer, einem Lineal und einem Geodreieck, damit ein schönes Rechteck entsteht. Dann lasst ihr ihn komplett abkühlen.

Die dünne Schicht Puderzucker wirkt auf zwei verschiedene Arten. Erstens isoliert sie unseren Blätterteig, sodass er die Feuchtigkeit der Konditorcreme besser verträgt. Zweitens macht sie ihn ein wenig knuspriger und süsser.

  

Jetzt geht es an die Konditorcreme!

Eine Konditorcreme ist einfach eine Vanillecreme mit Gelatine, der etwas Schlagsahne hinzugefügt wird. :o) Also eine ganz leichte Creme, die sich zum Pochieren eignet.

Ich habe es an meiner Blätterteigschnitte ausprobiert… Ich habe sie Samstagabend zubereitet und pochiert… und wir haben noch am Dienstag davon gegessen. Die Creme hat sich nicht verändert und der Blätterteig ist nur ein bisschen weicher geworden… aber sonst nichts.

Hier die Zutatenliste für unsere Konditorcreme:

- 8gr Pulvergelatine

- 40gr kaltes Wasser

- 100gr Zucker

- 80gr Eigelb

- 20gr Mehl

- 20gr Maisstärke

- 500 gr Milch

- 2 TL Vanillearoma

- 40gr Butter

- 240gr Vollrahm

Gebt zunächst 8gr Pulvergelatine in eine Schüssel. Dann gebt 40gr Wasser hinzu und rührt mit dem Löffel um. Lasst die Mischung stehen.

  

Dann gebt ihr 100gr Zucker und 80gr Eigelb in eine grosse Schüssel und bringt die Mischung zum Schäumen.

 

Fügt dann 20gr Maisstärke und 20gr Mehl zu der Mischung hinzu und rührt noch einmal um, damit eine gleichmässige Masse entsteht, und lasst sie dann stehen.

  

Gebt 500gr Milch mit 2 TL Vanillearoma in einen Topf und erhitzt die Mischung.

Sie muss nicht kochen. Wenn sie siedet, ist es perfekt.

  

Wenn die Milch heiss ist, gebt ihr einen kleinen Teil davon (ca. ein Drittel) in die Mischung aus Ei, Zucker und Mehl und rührt mit dem Schneebesen um, bis eine gleichmässige und flüssige Masse entsteht.

Wenn sie die richtige Konsistenz erreicht hat, gebt den gesamten Inhalt der Schüssel mit dem Rest Milch in den Topf und rührt wieder mit dem Schneebesen um.

So könnt ihr verhindern, dass die Maisstärke klumpt...

  

Stellt den Topf bei mittlerer Hitze wieder auf den Herd und rührt ständig, bis die Mischung eindickt.

Am Anfang ist die Mischung sehr schaumig. Je mehr sie eindickt, desto weniger Schaum wird oben schwimmen.

Beim ersten PLOP! nehmt ihr den Topf vom Herd, aber rührt noch 1 Minute weiter um, um sicherzugehen, dass unten nichts anbrennt.

  

Dann gebt die Gelatine hinein. Rührt gut um, damit sie in der Konditorcreme aufgeht.

  

Wenn die Gelatine komplett geschmolzen ist, gebt 40gr in Stücke geschnittene Butter hinzu. Das macht unsere Konditorcreme besonders lecker. :o)

Rührt mit dem Schneebesen um und gebt die Mischung dann in eine grosse Schüssel, damit die Konditorcreme rasch abkühlen kann. Stellt die Schüssel dann ca. 30 Minuten lang in den Kühlschrank. Die Mischung muss auf ca. 25°C abkühlen.

 

Wenn die Konditorcreme auf 25°C abgekühlt hat, bereitet ihr die Schlagsahne zu.

Gebt 240g Vollrahm in eine Schüssel und rührt mit dem Schneebesen um, bis eine geschlagene Creme entsteht: weder zu fest, noch zu flüssig. Wenn sich auf dem Schneebesen ein kleiner Schnabel bildet, ist sie fertig.

  

Verrührt eure Konditorcreme erneut mit dem Schneebesen, sodass sie schön sämig wird.

Dann gebt nach und nach die geschlagene Creme dazu. Füllt die Creme in 3 Zügen ein.

So wird eure Creme schön glatt und glänzend.

  

Diese Creme ist noch ein wenig flüssig… Das ist normal! Keine Sorge.

Bewaffnet euch mit einer Tülle 12mm, einem 40cm grossen Spritzbeutel und 2 IKEA-Verschlüssen.

Gebt die Tülle in den Spritzbeutel und verschliesst ihn genau unter der Tülle, damit die (noch flüssige Creme) nicht überall aus eurem Spritzbeutel herausläuft.

Dann füllt euren Spritzbeutel und verschliesst ihn auch oben.

Stellt die Konditorcreme mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. 1 Stunde ist noch besser.

  

Seht her, eure Konditorcreme ist fertig! Juhuuu!

Bewaffnet euch mit einer rechteckigen Platte, frischen Himbeeren (hier habe ich 2 Schälchen genommen) und eurer Konditorcreme.

Legt den Blätterteig mit der glänzenden Seite nach oben darauf.

Ich pochiere die Oberseite immer zuerst, da dies der sichtbare Teil unserer Blätterteigschnitte ist und daher so gleichmässig wie möglich sein muss. Dann fülle ich das Innere. :o) Und da ist es nicht schlimm, wenn es nicht 100% ordentlich ist.

ACHTUNG: Eure Konditorcreme muss schön sämig werden! Solange das nicht der Fall ist, stellt sie wieder in den Kühlschrank, bis sie sämig wird. Wenn sie einmal pochiert wurde, verändert sie sich nicht mehr.

  

Schneidet die Himbeeren mit dem Messer in 2 Hälften und bestreut eure Konditorcreme mit frischen Himbeeren.

Nehmt niemals tiefgefrorene Himbeeren! Sie verlieren beim Auftauen zu viel Wasser.

  

Und dann wieder von vorn!

Eine Schicht Blätterteig, dann die Füllung mit der Konditorcreme und den Himbeeren. :o)

Wenn ihr fertig seid, stellt die Blätterteigschnitte wie sie ist in den Kühlschrank, solange ihr die Glasur zubereitet.

  

Stellt euren letzten Blätterteig auf ein leicht zu reinigendes Blech.

Dann giesst einen Topf Konditorenfondant in eine Schüssel und erhitzt das Fondant rund 20 Sekunden bei 600 Watt in der Mikrowelle. Ihr könnt einen Teelöffel Wasser hinzugeben, damit er etwas flüssiger und leichter zu bearbeiten wird

Gebt eine Prise Farbstoff hinzu, wenn ihr eine bunte Glasur herstellen wollt.

  

Dann giesst den Fondant über euren Blätterteig und verteilt es mit einem gebogenen Spachtel.

Achtet darauf, den Blätterteig nicht anzufassen, damit er nicht krümelt… euer Spachtel darf den Fondant nicht berühren. :o) Viel Glück!

Wenn ihr kleine Flecken auf eurem Fondant habt, könnt ihr ihn mit dem Strohhalm ein wenig glätten. Und schon sind die Flecken weg.

  

Geschafft! Jetzt müsst ihr nur noch die Ränder eures Blätterteigs bereinigen.

Dann gebt die letzte Lage Blätterteig auf eure Schnitte! Tadaa!

Jetzt fehlt nur noch eine kleine Deko, eine Kerze, Streusel, was immer ihr wollt!

   

Ich hoffe, dieses Video macht Lust auf mehr! Ich verspreche euch, die Schnitten sind köstlich! Ich habe 4 Tage lang davon gegessen! :o) Und ich bin schon ganz traurig, dass keine mehr da sind!

Wie immer empfehle ich euch, die Arbeit auf mehrere Tage zu verteilen… Bereitet euren Blätterteig als erstes vor, sodass ihr nicht die Lust verliert, wenn eure Schnitte fertig ist.

Die Himbeeren müssen nicht unbedingt sein. Ihr könnt stattdessen auch Erdbeeren nehmen oder gar nichts. Ich finde, das gibt dem Nachtisch einen leicht sauren Geschmack, das ist angenehm im Mund, aber die Schnitte ist auch ohne Früchte gut.

Schönen Sonntag, ihr Leckermäulchen!

Karin

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